Bereits Mitte 2017 hat Bürgermeister Urbach behauptet, das ausgewiesene Gewerbegebiet Obereschbach sei so gut wie ausverkauft. In einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger vom November 2018 bestätigte der Bürgermeister dies erneut und meldete den vollständigen Verkauf aller Grundstücke. Daran hatten viele berechtigte Zweifel, denn die Webseite der Stadt wies trotz der Aussage des Bürgermeisters immer noch freie Flächen aus. Seitens der Stadtentwicklungsbetriebs hieß es dann, die Käufer müssten nur noch unterschreiben.

Die Zweifel daran, insbesondere vom Sprecher der Bürgerinitiative Frankenforst Albert Stodko und vom Bündnis der Bürgerinitiativen in Bergisch Gladbach öffentlich gemacht, werden jetzt zur Gewissheit: Einer Meldung des Kölner Stadtanzeigers vom 9. August 2019 ist zu entnehmen, dass nach wie vor Interessenten für das Gewerbegebiet gesucht werden und die Grundstücke eben nicht vollständig verkauft sind.

Wir stellen fest: Ein irreführendes Verhalten von Bürgermeister und Stadtverwaltung. Die Öffentlichkeit ist seit 2017 stetig mit falschen Behauptungen hinters Licht geführt worden. Man kann annehmen, dass dies mit der Absicht der Verwaltung zusammenhing, den Flächennutzungsplan unbedingt vor dem Termin der Kommunalwahl 2020 durchzubringen. Jetzt, nachdem dieser vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bezirksregierung in trockenen Tüchern ist, kommt man mit der Wahrheit heraus. Der angebliche Druck auf die Stadt, Gewerbegebiete in großem Stil auszuweisen, ist also doch nicht vorhanden? Wie so oft wird sich Urbach darauf berufen, es sei alles nicht vorherzusehen gewesen.

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