Mehr Grün für unser Stadtklima will die Gladbacher CDU. Ein entsprechender Prüfauftrag soll der AUKIV (Ausschuss für Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr) in seiner Dezember-Sitzung entscheiden. Die Idee stammt offensichtlich von der Resterampe des Versuches der Koalitionsanbahnung mit den Grünen, der gescheitert ist. Die plötzliche scheinbare Wandlung der CDU ist durchschaubar und offenbar der Sorge vor dem Kommunalwahltag am 13. September 2020 geschuldet.

Das Stadtklima gestaltet man erträglicher, wenn man Frischluftkorridore, klimabedeutsame Naturflächen und Wald schützt und erhält. Ein weiteres Zubauen von Bergisch Gladbach, wie die CDU mit der SPD im Flächennutzungsplan (FNP) gemeinsam beschlossen haben, ist genau das Gegenteil von Klimaschutz. Die falschen Entscheidungen zum FNP können nicht durch das Einfrieden von Grundstücken mit Hecken oder Dachbegrünungen wettgemacht werden. Das sind zwar grundsätzlich gute Maßnahmen, sie reichen aber bei Weitem nicht für eine gute Durchlüftung der Stadt.

Übrigens: Bei der Frage, wer Kostenträger der Dachbegrünung oder Einfriedung mit Hecken ist, hält sich die CDU zurück. Kein Wort auch, dass die Bestückung der Dächer mit Photovoltaik einen effektiveren Klimaschutz darstellt. Aber auch in diesem Punkt betreibt die CDU seit Jahren Verhinderungspolitik, weil die Chancen, städtische Gebäude und Schulen mit Solartechnik auszustatten, nicht genutzt werden.

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