Der ab dem 1. Juni 2026 geltende Rheinlandtarif des VRS berücksichtigt nicht den Umstieg auf den ÖPNV und vernachlässigt vor allem Senioren, denn das beliebte Aktiv60-Monatsticket wird abgeschafft.

Wir fordern, dass eine preislich attraktive Alternative erhalten bleibt, etwa ein Monatsticket mit festgelegtem Zeitfenster ab 9 Uhr, das ermöglicht, Bus und Bahn in der Heimatgemeinde und einer Nachbargemeinde zu nutzen. Dafür muss ein günstiger Preis angeboten werden, der nennenswert unter dem Preis eines Deutschlandtickets liegt.

Mit einem preiswerten, auf den Nahbereich zugeschnittenen Monatsticket werden gerade in diesen Zeiten mehr Bürgerinnen und Bürger überlegen, bei kurzen Wegen öfter auf ihr Auto verzichten. So wird eine Entlastung für Straßen und die Umwelt erreicht.

Die neue Tarifstruktur des VRS verteuert die Einzeltickets in der Preisstufe 2 (Bergisch Gladbach nach Köln) auf 5,50 Euro, bei Nutzung der eezy-App kann sich der Fahrpreis zwar leicht reduzieren, von einer attraktiven Option für Gelegenheitsfahrer, wie das der VRS behauptet, ist dies aber weit entfernt. Die eezy-App setzt zudem den Gebrauch eines Smartphones voraus.

Der neue Rheinlandtarif muss nachgebessert werden. Geschieht dies nicht, versäumt der VRS gerade in Zeiten hoher Benzin- und Dieselpreise neue Kunden zu gewinnen.