Wir sind es leid, seit Jahren von der Verwaltung erfahren zu müssen, was alles nicht geht, statt endlich eine Lösung für die Grundschulmisere in Gronau präsentiert zu bekommen. Wenn die Schule wegen Baumängeln geschlossen werden muss, stehen wir vor unlösbaren Problemen. Die Planung für echte Alternativen hätte längst beginnen müssen. Die FWG stellt jetzt Maßnahmen vor, mit deren Umsetzung sofort begonnen werden kann.
Hintergrund
Die Situation der GGS Gronau ist seit Jahren hinlänglich bekannt: Der Zustand der Gebäude ist erbärmlich. Ein regulärer Schulbetrieb ist kaum möglich. Mehrfach schon stand eine zwangsweise Schließung der Schule aus sicherheitstechnischen und gesundheitlichen Gründen bevor.
Dazu kommt noch eine akute Raumnot. Die soziale Struktur von Gronau hat zur Folge, dass überproportional viele Schülerinnen und Schüler das Schuleingangsjahr mehrmals durchlaufen müssen. Dadurch werden zusätzliche Räume benötigt, die nicht vorhanden sind. Das produziert Schulkarrieren, die zu großen Teilen zu sozial prekären Lebensläufen führen. Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden!
Lösung
Um möglichst schnell die Situation zu entschärfen, schlägt die FWG folgende Maßnahmen vor:
- Das ehemalige Tankstellengelände an der Mülheimer Straße wird freigeräumt, aber nicht saniert. Die Baumaterialien und Gerätschaften vom Bauhof Ferdinandstraße werden auf dem Tankstellengelände zwischengelagert.
- Auf dem leergeräumten Teil und den Parkplätzen des Bauhofs (ca. 8000 qm) wird eine Containerschule errichtet. Die GGS zieht übergangsweise dort ein.
- Die maroden Gebäude der GGS an der Mülheimer Straße werden abgebrochen, die Sporthalle bleibt stehen und kann für den Containerbetrieb mitgenutzt werden.
- Die Schulbau GmbH errichtet auf dem Gelände der GGS an der Mülheimer Straße eine Modulbau-Schule, die als Rotationsschule für Grundschulen konzipiert ist. Die GGS zieht von den Containern in die Rotationsschule. Auf dem Gelände Ferdinandstraße wird eine adäquate Grundschule errichtet, die gleichzeitig Kern eines neuen Zentrums Gronau wird.

Schon jetzt viel Platz auf dem Bauhof an der Ferdinandstraße
Martin Freitag, FWG-Vorstands- und Ratsmitglied: „Wir wissen, dass das eine logistische Herausforderung ist. Sie hätte aber vermieden werden können, wenn der Gronauer Grundschule die gleiche Aufmerksamkeit wie andere Schulen zugekommen wäre. Jetzt stehen wir buchstäblich vor einem Scherbenhaufen, wenn eine Schließung droht, denn einen Plan B gibt es nicht.“
Übergangsphase
Die vorgeschlagene Lösung bis zur endgültigen Errichtung der GGS an der Ferdinandstraße ist lediglich ein Zwischenschritt, betont die FWG. Dieser ist aber hinnehmbar, wenn es die Verwaltung ernst meint und die Schule tatsächlich oberste Priorität genießt. Die FWG schlägt deshalb vor, schon während der Übergangsphase parallel ein oder mehrere Gelände im Stadtgebiet zu suchen, die langfristig den Lagerplatzbedarf des Bauhofs aufnehmen können. Eine getrennte Lagerung der unterschiedlichen Materialien dürfte auch logistisch kein Problem darstellen und somit die Grundstückssuche erleichtern.

Seit Jahren tut sich nichts mehr auf Wachendorff
Die von der Stadtverwaltung angedachte Lösung, auf dem Wachendorffgelände eine Schule zu errichten und dies durch einen externen Investor finanzieren zu lassen, hält die FWG indessen für wenig zielführend. Erstens sind die Verhandlungen mit dem Investor wegen rechtlicher Fragen ins Stocken geraten oder ausgesetzt. Es bestehen erhebliche Zweifel, ob eine solche Lösung überhaupt zeitnah verwirklicht werden kann. Zweitens erfüllt die bisher vorliegende Planung mit der vorgesehenen Fläche und Verlagerung eines Teils des Schulaußengeländes auf das Dach der Sporthalle allenfalls Mindeststandards. In Anbetracht der in Gronau wachsenden Schülerzahlen reicht das aber nicht aus.


