Um den Erhalt von Schlodderdeichs Wiese, den Verbleib der Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) in Gronau sowie die Erweiterungspläne der Psychosomatischen Klinik gibt es seit inzwischen mehreren Jahren Auseinandersetzungen zwischen den Trägern, der Stadt und der Bürgerinitiative Schlodderdeichs Wiese/Gronau.

Die Psychosomatische Klinik will eine Erweiterung auf der Grünfläche Schlodderdeichs Wiese mit einer Zuwegung durch die beiden Gebäudekomplexe der GWK. Die GWK befürchtet, falls es dazu kommt, den Verlust von 450 Arbeitsplätzen. Sie sieht durch den entstehenden Durchgangsverkehr eine Gefährdung des von ihr betreuten Personenkreises. Die Bürgerinitiative protestiert seit langem gegen eine Überbauung der dahinter liegenden Wiese und sieht die Gefahr, dass eine klimatisch wichtige Naturfläche unwiederbringlich zerstört wird.

Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach FWG spricht sich deshalb für Lösungsmöglichkeiten aus, die den Interessen aller Beteiligter gerecht wird. 

Für das Gelände der ehemaligen Papierfabrik Wachendorff in Gronau ist im Bebauungsplan die Nutzung durch ein Altenheim sowie durch ein Parkhaus mit 250 Plätzen festgelegt. Dieser Bebauungsplan könnte so umgewidmet werden, dass dort ein Neubau der Psychosomatischen Klinik erfolgen kann. Eine solche Absprache müsste mit dem aktuellen Investor, der kürzlich das Wachendorffgelände erworben hat, getroffen werden. Darüber hinaus ist dieser Vorschlag selbstverständlich auch mit der Psychosomatische Klinik zu erörtern. Der Vorteil: Die Wachendorff-Fläche bietet durch ihre Größe auch in Zukunft ausreichende Standortsicherheit für die Klinik.

Arbeitsbeginn bei den Gemeinnützigen Werkstätten

Parallel würde die Stadt die Straßenfläche zwischen den beiden Gebäudekomplexen der GWK veräußern. Sie kann dann weiterhin als Hol- und Bringparkplatz genutzt werden. Das wiederum würde Schlodderdeichs Wiese als Naturfläche erhalten. Außerdem würde eine Renaturierung der Strunde im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ermöglicht. Schließlich kann die vorgesehene Radpendlerroute Richtung Köln in Angriff genommen werden. Ihre Trasse könnte südlich der GWK-Gebäude verlaufen. Die Finanzierung des Radweges war bereits durch die Regionale 2010 vorgesehen, konnte aber nicht realisiert werden, weil seitens der Stadt andere Präferenzen bestanden. 

Im Stadtplanungsausschuss vom 4. Dezember d.J. wurde seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine solche Idee bereits ins Gespräch gebracht. Eine Diskussion darüber wurde vom Ausschussvorsitzenden Höring (CDU) aber abgelehnt, weil eine Zuständigkeit des Ausschusses nicht gegeben sei. Das mag rechtlich stimmen, allerdings kommt der Stadt nach Auffassung der FWG hier klar die Verantwortung zu, zu einer gangbaren Lösung beizutragen und entsprechende Gespäche zu führen. Darauf muss auch die Politik hinwirken. Die Stadt ist dies den Bürgern, dem Erhalt der Arbeitsplätze in der GWK und auch dem berechtigten Interesse der Standortsicherung der Psychosomatischen Klinik schuldig.

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